Die Droge Zucker

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Wer kennt das nicht: Beim Einkauf im Supermarkt kann man dem Griff nach was Süßem einfach nicht widerstehen. Warum das so ist, wie man widersteht und wie viel Zucker wo drin ist, will ich dir in diesem Artikel aufzeigen.

 

Zucker ist eine Droge. Es löst bestimmte hormonelle Reaktionen aus und macht süchtig. Schuld daran ist Dopamin, das ein Nebenprodukt aus der Verschmelzung von Adrenalin und Noradrenalin ist. Dopamin ist ein Glückshormon, welches auch bei der Einnahme von Heroin ausgeschüttet wird. Der Teil im Hirn, der für die Geschmackserkennung verantwortlich ist, ist gleichzeitig Rezeptor für das Glückshormon. Denn von diesem Bereich aus wird auch das Belohnungssystem angesteuert, welches dann eben Dopamin ausschüttet.

Das war der physische Grund, warum Zucker eine Droge ist. Der psychische spielt aber auch eine sehr wichtige Rolle. In der Kindheit haben wir als Belohnung oft süße Sachen bekommen. Unser Gehirn hat sich das gemerkt, wir verbinden Süßigkeiten also beispielsweise mit Omas Schokoladenkuchen für ein gutes Zeugnis. Als Erwachsene gönnen wir uns dann einfach selbst eine Belohnung und die ist bei vielen eine Süßigkeit wie Schokolade.

Die Dopaminausschüttung ist ein Hoch an Glücksgefühlen. Wenn bei Zucker auch nicht so hoch wie bei starken Drogen, so ist der Vorgang trotzdem der selbe und das Verlangen nach dem wohligen Gefühl auch.

 

Wie kommt man also davon weg? Ganz einfach: 2 Wochen nichts süßes mehr zu sich nehmen. Wenn du das geschafft hast, gehst du ohne Verlangen nach Süßem am Süßigkeitenregal vorbei. Klar kannst du mal etwas Süßes essen, aber mal heißt eben auch mal und sollte nicht zur Regel werden. Da Zucker auch nur eine leichte Droge ist, kommt man ganz leicht wieder davon weg. Und wenn du nicht emotional isst, verleitest du dich auch nicht, dich mit Süßem zu belohnen bzw. zu trösten.

Solltest du dennoch mal Lust auf was Süßes haben, kannst du auch Alternativen zum Zucker benutzen, z.B. süße Früchte oder etwas Honig.

Als Personal Trainer ist es mir wichtig dir klar zu machen, dass der völlige Verzicht mittel oder langfristig nur nach hinten los geht. Deshalb bringe ich allen Klienten bei, Stück für Stück sowohl die Ernährung, als auch das Bewusstsein zu verändern. Denn wenn du weißt, was deine Auslöser für stressbedingtes Essen sind, kannst du Situationen besser erkennen, mit ihnen umgehen und sie manchmal sogar umgehen. Personal Training beinhaltet für mich somit mehr als nur Trainingseinheiten und Ernährungstipps zu geben. Es bedeutet Probleme an der Wurzel zu packen und das körperlich, wie geistig.

 

Wie viel steckt wo drin?

Hier sind nur Lebensmittel aufgelistet, die Haushaltszucker enthalten. Es wurden die kompletten Kohlenhydratmengen berechnet, welche sich aber selten wirklich vom Zuckerinhalt unterscheiden.

 

Mengen sind handelsübliche Verpackungsgrößen.

Angaben in Würfelzucker (3g Zucker ergibt 1 Würfel):

 

Essen:

Heinz Tomatenketchup – 750 ml = 60 Zuckerwürfel

Nutella – 400 g = 76

Fruchtzwerge – 300g = 13

Nesquick – 375 g = 95

Milka Vollmilchschokolade – 100 g = 20

Kartoffelsalat mit Mayo von du darfst – 500 g = 22

Corny Riegel Schoko-Banane – 6 Riegel = 34

 

Trinken:

Coca Cola – 1 Liter = 35

Coca Cola Life – 1 Liter = 23

Red Bull – 250 ml = 9

Nestea Pfirsich – 1 Liter = 25

Kaba (Kakaopulver trocken) - 100 g = 27

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Healthystyle - Gesundheit als Lifestyle

omar-t.de Personal Training München Blog - Healthystyle - Gesundheit als Lifestyle

Healthystyle ist der Begriff für den neuen Lifestyle unserer Zeit. Selbstoptimierung mit Gesundheit gleich zu setzen ist neu und genau darin liegt der Trend. Wer mit der U-Bahn fährt, sieht bestimmt auch viele Menschen im abendlichen Berufsverkehr mit Sportkleidung oder Yogamatten. Grüne Smoothies sollen uns noch vitaler machen und gesunder Mahlzeitersatz sein. Weil ich Trends generell kritisch gegenüberstehe, will ich als Personal Trainer mal ein paar Gedanken zu diesem Thema äußern.

 

Laut einer Studie von der ich letztens gelesen habe, setzen 56 Prozent der Deutschen Gesundheit mit körperlicher Fitness gleich. Fast genauso viele setzen auch Arbeits- und Leistungsfähigkeit mit Gesundheit gleich. Immer mehr Menschen sehnen sich danach, noch im hohen Alter gesund und fit zu sein. Das hat einerseits mit dem verstärken Wunsch nach ewiger Jugend zu tun, andererseits aber vor allem auch damit, dass sich die Zeiten geändert haben. Das Rentenalter wird immer weiter raufgesetzt, somit müssen die meisten Menschen länger fähig sein ihrer Arbeit nachzugehen. Außerdem verändert sich die Gesellschaft im Bezug auf das Familienleben. Mehr und mehr Menschen leben auch im Alter alleine oder in teils kurzen Beziehungen. Körperliche Fitness ist also eine Voraussetzung das Leben so lang wie möglich selbstbestimmt zu leben.

 

Dadurch eröffnete sich ab den 90er Jahren ein neuer Markt, der sogenannte zweite Gesundheitsmarkt. Angefangen von funktionellen Lebensmittel wie probiotische Joghurts und Sportgetränken, bis hin zu Billigfitnessstudioketten. Der Branchenumsatz soll noch vor dem Jahr 2020 auf 100 Milliarden steigen. Vor allem durch die Smartphones können eine Vielzahl von Produkten jederzeit genutzt werden.

Das Thema ist aber nicht nur für Otto Normalverbraucher, sondern auch vermehrt für Arbeitgeber interessant. Ob Gesundheitsmanagement oder Work-Life-Balance, immer mehr Geld wird in die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer investiert.

 

Bewegung und eine gesunde Ernährung sind wichtig für die eigene Zufriedenheit. Was ich aber daran auszusetzen habe ist, dass dieser Trend wie alle Trends bis zum erbrechen ausgereizt wird. Die Glaubwürdigkeit geht dabei fast immer verloren. Wenn angebliche Wissenschaftler Studien veröffentlichen und passende Mittel verkaufen, dann kann der Trend schnell zum gegenteiligen Effekt führen. Fertignahrung wird sicher nicht besser, wenn es mit künstlichen Vitaminen angereichert wird. Das gilt vor allem für Süßigkeiten, die Kindern guten Gewissens zur Ruhigstellung gegeben werden. Auch ist es nicht gut, wenn Firmen ihre Mitarbeiter dazu auffordern mehr für die Gesundheit zu tun, während die Wochenarbeitszeit und das Arbeitspensum ständig erhöht werden. Das einzige wozu dann Sport führt, ist ein Burnout. Stressabbau sieht anders aus und das gilt nicht nur für die Arbeit. Superfoods, funktionelle Sportkleidung im Alltag und Tracking-Apps sind nicht nur Zeichen einer Selbstoptimierung, die Gesundheitsbewusstsein genannt wird, sondern längst auch Statussymbole.

Da gibt es eben nicht nur die Gewinner, die uns überall präsentiert werden. All jene, die es vom Moppelchen zum sexy Athleten geschafft haben. Sondern auch jene, die der Zwang zur Perfektion überfordert hat. Diejenigen nicht zu vergessen, die dieser Trend in die Depression geführt hat, weil das Streben nach Perfektion 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Stress bedeutet.

 

Im Personal Training geht es mir deshalb darum, Bewusstsein zu vermitteln. Bewusstsein dafür, was gut tut und was zu viel ist. Nur wer das erlernt, lernt sich seiner selbst bewusst zu sein – wird somit Selbstbewusstsein und Zufriedenheit erlangen. Egal ob Krafttraining bzw. Muskelaufbau, Functional Training oder Lauftraining, Sport muss Spaß machen, auch wenn man in einzelnen Einheiten mal an die absolute Leistungsgrenze geht. Zu wissen was man kann und wo die Grenzen sind, sowie der Mix aus kontinuierlichen und regelmäßigen Trainingseinheiten und der Regeneration, macht aus Sport einen Bewusstseinsgeber für das gesamte Leben. Was das Übertraining im Sport, ist ein zu hohes Arbeitspensum im Arbeitsalltag. Die gesunde Mischung machts also.

 

Fazit: Disziplin heißt nicht, nie faul sein zu dürfen. Gesundheit heißt auch mal schwach zu sein. Und Zufriedenheit ist nicht ewiges Glück, sondern Gelassenheit und das Wissen, den eigenen(!) Ansprüchen gerecht zu sein.

Deshalb mein Motto (nicht nur im Personal Training): sportlich bewusst leben

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Heute vor 12 Jahren...

omar-t.de Personal Trainer München Blog - 12 Jahre Fitness

Am 7. Februar 2005 habe ich mich in meinem ersten Fitnessstudio angemeldet.

Anfangs noch gerne Ausreden gefunden um nicht trainieren zu müssen, habe ich mich dann aber nach ein paar Wochen dafür entschieden konsequent zu trainieren oder es ganz zu lassen. Immer diese dummen Ausreden mir selbst gegenüber hatte ich satt. Warum soll ich mich selbst belügen? Bin ich wirklich schon so weit unten angekommen, dass ich nicht mal mehr mir selbst gegenüber ehrlich sein kann?

Also habe ich mich entschieden, und die Entscheidung hieß Training – und zwar richtig. Von da an bin ich 3 mal in der Woche ins Gym gegangen, immer nach der Schule. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und was anfangs noch minimal war, wurde mit der Zeit immer mehr. Aber nicht nur die Entscheidung konsequent zu trainieren war es, die mich dazu bewegte immer weiter zu machen. Es waren auch sicher nicht die Muskelzuwächse, denn die waren in den ersten Monaten gering. Nein, es war der Spaß und vor allem die Zeit, die man nur mit und für sich verbringt. Abschalten von der Schule und dem Lernen, einfach mal den Kopf ausschalten und sich nur auf sich zu konzentrieren, das war es, was mich noch mehr motivierte. Als dann nach einigen Monaten die ersten Muskeln zu sehen waren, konnte ich nicht mehr aufhören ins Fitnessstudio zu gehen. Klar, ich war 16 und da will man(n) einfach pumpen um ein paar Muckies zu bekommen.

Aber ich lernte, dass es mehr ist als einfach nur zu Gewichte zu stemmen. Mein erstes Fitnessstudio war ein altes Bodybuilder-Studio mit fast schon familiären Flair. Dort lernte ich von Bodybuildern der ersten Stunde einen Lifestyle, den man in den anonymen Ketten heute nicht mehr lernt. Ich bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben und schaue mit Skepsis auf die ganzen unpersönlichen Ketten. Denn eben jener Lifestyle, den ich erlernt habe ist es, der wohl den Unterschied zwischen mir und den meisten anderen macht. Nicht, dass ich was besonderes wäre, nein. Aber wenn es immer nur um schnellen Muskelzuwachs oder Fettreduktion geht, ohne zu verstehen, dass man sein Leben ändern muss, ist es eben genau das was heute falsch läuft. Auch deshalb bin ich Personal Trainer geworden, um den Menschen wieder beizubringen, dass es mehr bedarf, als ab und zu mal zu trainieren oder eine Diät zu machen.

 

Jetzt sind es 12 Jahre Training und ich weiß nicht, wann ich das letzte mal aus Faulheit geschwänzt habe. Ich bezeichne mich nicht als Süchtig, auch wenn ich mich das schon mal selbstkritisch fragen musste. Aber ohne will ich nicht mehr, zu gut ist das Gefühl nach dem Training und zu wichtig ist mir dieses gute Gefühl geworden.

Leider hat diese Story eine bittere Wende genommen. Durch den Bruch der Elle gab es letztes Jahr eine mehrmonatige Zwangspause. Der Bruch ist gut verheilt, doch ist nicht nur die Elle zu Schaden gekommen, sondern auch das Handgelenk. 8 Wochen nach dem Trainingsbeginn Anfang Oktober, musste ich wieder eine längere Pause einlegen. Seit letzter Woche aber trainiere ich wieder den gesamten Körper und hoffe, mit meinem Wissen und ein wenig Glück, dass das Handgelenk nicht erst operativ wieder gesund werden kann, wieder zu alter Stärke zurück zu finden. Es ist leider die schwerste Zeit dieser 12 Jahre.

 

Und warum ich jetzt diesen Text schreibe? Weil ich zeigen will, was für ein großartiger Typ ich doch bin? Nein. Stolz bin ich auf meine sportliche Geschichte zwar schon, aber es geht mir nicht nur um mich. Ich möchte allen die das lesen nur mal klar machen, dass ich auch mal klein angefangen habe und wie fast alle anderen auch, Ausreden gesucht und sofort gefunden habe um nicht trainieren zu gehen. Aber ich war ehrlich zu mir und habe gesagt, dass wenn ich Muskeln bekommen will, ich trainieren muss. Auch deshalb will ich heute mein Wissen und meine Erfahrung als Personal Trainer weitergeben und Menschen dazu verhelfen, ihr Leben zu einem besseren zu machen.

Wenn du also gesund leben willst bzw. ein Ziel hast, solltest auch beginnen dein Leben konsequent zu ändern. Oder du gibst dich damit zufrieden, so zu sein wie du bist. Was auch immer du machst, mach das was DU willst, aber mach es konsequent! Ich liebe meinen Lifestyle und bin voll und ganz zufrieden mit mir. Und genau das ist das, was auch du anstreben solltest!

Vielleicht sehen wir uns ja bald beim Personal Training :)

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Functional Training - wie ich es einsetze und warum es so viele falsch interpretieren

omar-t.de Personal Training Blog - Functional Training

Functional Training, oder zu Deutsch „funktionelles Training“, beschreibt ein spezifisches Training, dass immer versucht, den gesamten Körper bei einer Übung mit einzuschließen. Isolierte Übungen wie im Fitnessstudio an Maschinen sind also tabu. Die Befürworter von Functional Training behaupten, das Training muss alltagsnah oder sportartspezifisch sein, um es Functional Training bezeichnen zu dürfen. Jetzt war für mich aber von Anfang an die Frage, was sind alltagsnahe Bewegungen und werden sie im Functional Training nachgeahmt?

Funktionelle Bewegungen sind solche, die sicher ausgeführt werden, zielführend sind und effizient, also schnellst möglich zum Ziel führen. Dies gilt sowohl für den Alltag, als auch sportartspezifisch. Wenn ich mir Übungen ansehe, die dem Functional Training zugeschrieben werden, dann frage ich mich auch, wer sich denn bitte so im Alltag bewegt?! Klar, die Bewegungsprofile vieler Menschen sind grundsätzlich schlecht und können durch das Functional Training zum Positiven beeinflusst werden und dann sind bestimmte Übungen wie Kniebeugen alltagsnah. Doch zum Einen sieht der Alltag von uns allen anders aus, dementsprechend führen wir unterschiedliche Bewegungsabläufe mal seltener und mal öfters aus. Zum Anderen erleichtern uns Maschinen und Computer immer mehr den Alltag, wodurch die Frage aufkommt, wo und wie oft wir unseren Körper denn noch wirklich beanspruchen? Noch dazu kommt, dass seit dieser Trend auch den Mainstream erreicht hat, fast jede Eigengewichtsübung als Funtional Training verkauft wird. Das ist schlicht und ergreifend Geldmacherei und hat mit Functional Training nichts am Hut!

 

Was verstehe ich also nun unter Functional Training und wie setze ich es im Personal Training ein? Funktionelles Training im eigentlichen Sinn, setze ich im Reha-Sport oder bei einem spezifischen Training für die Vorbereitung auf einen Wettlauf ein. Denn hier muss das Training wirklich funktionell sein, um den Klienten zielgerichtet zu betreuen. Leidet beispielsweise ein Klient an Schmerzen (welchen Ursprungs auch immer), so kann ich mit den passenden Kraftübungen für mehr Stabilität und mit Faszientraining für mehr Entspannung, sowie Mobilität sorgen und dadurch die Schmerzen bekämpfen. Somit setze ich dann spezielle Übungen ein, die eine bestimmte Funktion haben und somit funktionell sind.

 

Das was viele als Functional Training bezeichnen, würde ich eher als Athletiktraining bezeichnen. Denn dieses beinhaltet das Training aller motorischen Fähigkeiten und ist somit in seiner Ausrichtung auf die Gesundheit bei gesunden Menschen genauso funktionell. Doch im Athletiktraining sind auch isolierte Übungen erlaubt, da diese die motorische Fähigkeit der Kraft erheblich steigern können. Warum also einen gesunden Menschen nicht auch isolierte Übungen machen lassen? Aber vielleicht ist ein zentraler Punkt der Diskussion, was denn nun Functional Training ist, einfach nur der, der Begrifflichkeit.

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Tracken der Ernährung

omar-t.de Personal Trainer München Blog - Tracken der Ernährung

Seit es die zahllosen Apps auf den Smartphones gibt, Tracken immer mehr Menschen ihr Essen. Vor allem im Leistungssport und Bodybuilding ist das für viele schon eine Selbstverständlichkeit. Doch muss man wirklich so minutiös auf seine Ernährung achten?

 

Um meine Meinung als Personal Trainer zu diesem Thema gleich mal vorne weg zu sagen, ich halte davon nichts. Denn das Tracken beruht vor allem auf den Verbrauch von Kalorien und der einzelnen Makronährstoffe. Doch ist jeder Tag anders und wenn man es schon so genau nimmt, dann müsste man jede Stunde die Ernährung neu planen. Je nachdem was und wie man trainiert, fallen schon da jeweils andere Werte an. Dazu kommen Tage an denen man sich mehr bewegt und mehr Lasten (z.B. Einkaufstüten) zu tragen hat. All das beeinflusst den Tagesbedarf an Kalorien und somit auch den der einzelnen Makronährstoffe. Doch soweit rechnet niemand und deshalb ist auch die Frage, warum soll ich mir also den Stress geben und jedes Gramm Kohlenhydrat, Fett oder Eiweiß abzuwiegen?

 

Im Personal Training ist es mir wichtig, bei meinen Klienten ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was und wie viel sie essen. Das beinhaltet dann auch schon mal eine prozentuale Berechnung der einzelnen Makronährstoffe – allerdings nicht Gramm genau. Damit sollen sie lernen, was der Körper wann und in welcher Menge benötigt. Dazu müssen meine Klienten natürlich die Nährwertangaben studieren und ausrechnen, wie viele der einzelnen Makronährwerte sie nun wirklich brauchen und zu sich nehmen. Mit der Zeit erlernt man was und wie viel gut für einen ist und es bedarf keine Berechnung mehr, weil man ein Gefühl dafür entwickelt hat.

 

Es geht (mir) also um ein Bewusstsein für das was und wie viel man isst. Klar kann man dazu auch Tracken, aber man sollte meiner Meinung nach nicht jeden Bereich des Lebens vollkommen durchplanen bzw. sich von Apps diktieren lassen. Wer es schafft sich zu mindestens 80 Prozent gut zu ernähren, wird als gesunder Mensch keine Gewichtsprobleme bekommen und in Verbindung mit Sport und genügend Bewegung im Alltag sogar dauerhaft die Strandfigur halten. Bei Schilddrüsenfehlfunktion oder Wettkampfvorbereitung muss natürlich genauer hingeschaut werden. Ob man deshalb wirklich Tracken muss, bleibt jedem und jeder selbst überlassen. So genau man die Ernährung auch plant, so unterschiedlich ist der Kalorienverbrauch und deshalb wird man sich auch durch das Tracken nie zu 100 Prozent richtig bzw. zielgenau ernähren.

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