Warum ich nur ungern online Personal Trainings gebe

omar-t.de Personal Trainer München - Warum ich nur ungern online Personal Trainings gebe

Ein Personal Training ist die wohl individuellste Dienstleistung die es gibt. Viele Faktoren gilt es zu beachten, immer wieder können und werden neue Probleme, aber auch Ziele von Klienten auftreten. Jeder Mensch ist also ganz individuell zu betreuen und das macht ein Personal Training auch so komplex. Wenn ich einen Menschen nicht kenne, muss ich ihn also erst mal kennenlernen. Das geht aber in dem Umfang wie es im Personal Training gebraucht wird nicht über einen Fragebogen, oder einem Kennenlerngespräch. Zwar nutze auch ich diese beiden Methoden um einen Klienten kennenzulernen, aber damit habe ich nur einen Grundstein gelegt. Das gesamte Fundament für eine Zusammenarbeit wird erst in den darauffolgenden Trainingseinheiten gebildet. Und da spreche ich nicht von Wochen, sondern von Monaten. Denn nur wer den anderen Mensch wirklich kennt und versteht, kann auch wirklich helfen.

Das heißt nicht, dass ich es nicht schaffe innerhalb von Wochen Trainingserfolge zu erzielen. Das ist meist auch keine Kunst. Die Kunst ist es aber, die wahren Ursachen hinter Problemen oder auch Wünschen zu kennen. Und dazu die passenden Hebel zu finden, für eine echte Veränderung hin zum gewünschten Ziel. Zudem gewisse Mechanismen anschaulich und leicht verständlich aufzuzeigen und diese abzuschaffen und neue einzuführen.

 

Aber wie soll das Online gehen? Online wird keine ernsthafte Bindung und damit ein ernsthaftes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Eben genau das, was ja das Fundament bildet. Wie soll ich so jemals herausfinden was die wahren Ursachen von Problemen sind, wenn ich die Person weder live vor mir im Raum sehen und körperlich Analysieren kann, noch durch eine sichergestellte Zweisamkeit (was nur geht, wenn zwei Menschen zusammen in einem Raum sind, in dem sich beide wohl fühlen und eine vertrauliche Atmosphäre herrscht) auch psychisch bzw. seelisch kann?

Online ist beides nicht möglich. Ich kann weder in 3D sehen, wie sich die Person im Raum bewegt, steht usw.. Noch kann die Person wissen, ob neben dem im Bildschirm sichtbaren Bereich, nicht doch jemand ist und heimlich zusieht. Auch wenn ich es zu Coronazeiten nicht mache, macht es doch sonst so viel aus, jemandem schon bei der Begrüßung die Hand zu reichen. Auch sich gemeinsam in den Trainingsraum zu begeben, um gemeinsam eine schöne, angenehme und für beide Seiten erfolgreiche Trainingseinheit zu erleben hat seinen elementaren Anteil an einem guten Personal Training. Und auch gerade dann, wenn ich zu den Klienten nach Hause komme und in ihrem privaten Heim willkommen geheißen werde. Das schafft vertrauen, genauso wie nicht zuletzt auch das Anfassen, um die Körperhaltung zu verbessern, oder Hilfestellung zu geben.

 

Ich könnte jetzt sicher noch weiter ausholen, aber das ist ja nicht der Zweck dieses Blogeintrags. Ich glaube, du kannst jetzt meine Meinung zum Onlinecoaching besser verstehen und hast andererseits auch nochmal etwas mehr Einblick in meine Arbeit als Personal Trainer bekommen. Andere Personal Trainer mögen das anders sehen und auch der Mainstream wird immer weiter in Richtung Digitalisierung gehen. Dennoch ist und bleibt das analoge 1:1 Training für mich essenziell. Dass man aber mal auf ein online PT ausweichen muss, ist auch okay. Denn Online ist dann doch besser als eine zu lange Trainingspause und man freut sich umso mehr auf ein Wiedersehen ohne Bildschirm.

 

 

 

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