Tracken der Ernährung

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Seit es die zahllosen Apps auf den Smartphones gibt, Tracken immer mehr Menschen ihr Essen. Vor allem im Leistungssport und Bodybuilding ist das für viele schon eine Selbstverständlichkeit. Doch muss man wirklich so minutiös auf seine Ernährung achten?

 

Um meine Meinung als Personal Trainer zu diesem Thema gleich mal vorne weg zu sagen, ich halte davon nichts. Denn das Tracken beruht vor allem auf den Verbrauch von Kalorien und der einzelnen Makronährstoffe. Doch ist jeder Tag anders und wenn man es schon so genau nimmt, dann müsste man jede Stunde die Ernährung neu planen. Je nachdem was und wie man trainiert, fallen schon da jeweils andere Werte an. Dazu kommen Tage an denen man sich mehr bewegt und mehr Lasten (z.B. Einkaufstüten) zu tragen hat. All das beeinflusst den Tagesbedarf an Kalorien und somit auch den der einzelnen Makronährstoffe. Doch soweit rechnet niemand und deshalb ist auch die Frage, warum soll ich mir also den Stress geben und jedes Gramm Kohlenhydrat, Fett oder Eiweiß abzuwiegen?

 

Im Personal Training ist es mir wichtig, bei meinen Klienten ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was und wie viel sie essen. Das beinhaltet dann auch schon mal eine prozentuale Berechnung der einzelnen Makronährstoffe – allerdings nicht Gramm genau. Damit sollen sie lernen, was der Körper wann und in welcher Menge benötigt. Dazu müssen meine Klienten natürlich die Nährwertangaben studieren und ausrechnen, wie viele der einzelnen Makronährwerte sie nun wirklich brauchen und zu sich nehmen. Mit der Zeit erlernt man was und wie viel gut für einen ist und es bedarf keine Berechnung mehr, weil man ein Gefühl dafür entwickelt hat.

 

Es geht (mir) also um ein Bewusstsein für das was und wie viel man isst. Klar kann man dazu auch Tracken, aber man sollte meiner Meinung nach nicht jeden Bereich des Lebens vollkommen durchplanen bzw. sich von Apps diktieren lassen. Wer es schafft sich zu mindestens 80 Prozent gut zu ernähren, wird als gesunder Mensch keine Gewichtsprobleme bekommen und in Verbindung mit Sport und genügend Bewegung im Alltag sogar dauerhaft die Strandfigur halten. Bei Schilddrüsenfehlfunktion oder Wettkampfvorbereitung muss natürlich genauer hingeschaut werden. Ob man deshalb wirklich Tracken muss, bleibt jedem und jeder selbst überlassen. So genau man die Ernährung auch plant, so unterschiedlich ist der Kalorienverbrauch und deshalb wird man sich auch durch das Tracken nie zu 100 Prozent richtig bzw. zielgenau ernähren.

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